Dörnberg (Ferd. Wilh. Kaspar, Freiherr von), bekannt durch sein Unternehmen gegen den König Hieronymus von Westfalen 1809, geb. 14. April 1768 in Hausen bei Hersfeld, stammte aus einer alten Familie Hessens, trat in hess., dann 1796 in preuß. Kriegsdienste, kämpfte 1806 bei Jena, geriet mit Blüchers Korps zu Lübeck in franz. Gefangenschaft und war unter König Hieronymus von Westfalen Oberst der Gardejäger. Empört durch die H seines Vaterlandes, nahm er an den Hndzur erbindungen teil, die durch ganz Deutschand zur Abwerfung des fremden Jochs unterhalten wurden. Ein Aufstand war für ganz Niederhessen im Anschluß an die Versuche von Hirschfeld, Katt, Schill und des Herzogs von Braunschweig unter D.s Leitung vorbereitet, brach aber gegen dessen Willen zu früh aus. D. flüchtete auf die Nachricht aus Kassel, stellte sich in Homburg 22. April 1809 an die Spitze der Aufständischen und führte die undisciplinierten, kaum bewaffneten Scharen auf Kassel zu. Die Hoffnung, daß die Truppen übergehen sollten, zum wenigsten sein eigenes Regiment, erfüllte sich nicht, und wenige Schüsse genügten, um die Haufen zu zerstreuen. D. flüchtete nach Böhmen, wo er in das vom Herzog von Braunschweig geworbene Korps trat, während er zu Kassel als Hochverräter zum Tode verurteilt ward. Er teilte die Unternehmungen und Schicksale dieses Korps, trat dann 1812 in russ. Dienste und machte im Korps des Grafen Wittgenstein den Krieg gegen Frankreich mit. In dem Gefecht bei Lüneburg 2. April 1813 schlug er den franz. General Morgnd und belagerte 1814 Diedenhofen. Nach dem Frieden trat er als Generalmajor in hannov. Dienste, wurde fi später Generallieutenant und der hannov. Gesandt⸗( schaft zu Petersburg zugeteilt, wo er von 1842 f an den Gesandtschaftsposten bekleidete. Er starb r 19. März 1850 zu Kassel.