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ErdkundeBrockhaus 1882

Dornbirn, Marktflecken in der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch in Vorarlberg, liegt an der rechtsseitigen Lehne des Rheinthals, ehe dasselbe [! an den Bodensee tritt, an der Dornbirner Ach und an der Vorarlberger Bahn (Lindau-Bludenz), ist Sitz eines Bezirksgerichts, zählt (1880) 3849, als Ortsgemeinde (mit Haselstauden, Oberdorf und Hatlersdorf) 9307 C. und ist der Hauptsitz der vorarlberger Industrie, namentlich im Textil⸗, Metall- und Holz2.— Der Ort wird schon im J. 957 genannt. ö ornburg, eine der ältesten kleinern Städte Thüringens, im Großherzogtum Sachsen-Weimar, Verwaltungsbezirk Apolda, 9 km nordöstlich von Jena, am linken Ufer der Saale und an der Saalbahn, auf einem steilen, 80 m hohen Felsen höchst malerisch gelegen, zählt (1880) 723 E. und hat drei großherzogl. erbauf unter denen besonders das neue, 1728 —48 erbaute eine romantische Fernsicht in das Saalthal darbietet. D. kommt schon 937 als Stadt vor, und die kaiserl. Pfalz daselbst, das jetzige alte Schloß, war häufig der Aufenthalt der sächs. Kaiser. Auch wurden hier von diesen mehrere Reichstage gehalten. Nachdem Kaiser Heinrich IV. 1081 D. dem Grafen Wiprecht von Groitzsch geschenkt hatte, wechselte es oft die Besitzer, bis es 1486 an den Kurfürsten von Sachsen verkauft wurde. Später gehörte es zu der herzogl. Linie von Sachsen-Jena, und als diese auseeiorden, fiel es 1698 an Sachsen-Weimar.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 493Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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