Drumann (Karl Wilh.), Geschichts- und Altertumsforscher, geb. 11. Juni 1786 zu Dannstedt bei Halberstadt, erhielt seine wissenschaftliche Vorbildung im elterlichen Hause, zuletzt auf der Domschule zu Halberstadt, und studierte seit 1805 erst zu Halle, dann zu Helmstedt auf den Wunsch seines Vaters Theologie, obgleich er sich mehr zur Geschichte und Altertumswissenschaft hingezogen fühlte. Gleich nach dem Abgange von Helmstedt trat er in das Lehrerkollegium der halberstädter Domschule ein, doch nahm er, da die Besoldung kärglich war, bald eine Hauslehrerstelle an. Im J. 1810 kehrte er als Lehrer am Pädagogium nach Halle zurück, ulgte 181 sich daselbst 1812 als Privatdocent und olgte 1817 einem Rufe als außerord. Professor nach Königsberg, wo er 1821 die ord. Professur der Geschichte erhielt und 29. Juli 1861 starb. Außer seinem akademischen Lehramte war D. auch als Schriftsteller außerordentlich thätig. Sein Hauptwerk ist die 4«Geschichte Roms in seinem lübergange von der republikanischen zur monarchischen Verfassung, oder Pompejus, Cäsar, Cicero und ihre Zeitgenossen (6 Bde., Königsb. 1834 —44). Wiewohl die alphabetische Anordnung und die biographische Behandlung des Stoffs als Mißgriff gelten muß und die Darstellung alles Reizes ermangelt, enthält doch das Werk eine Fülle gründlicher und allseitig erschöpfender Geschichtsstudien. Unter D.s übrigen Schriften sind noch die Ideen zur Geschichte des Verfalls der griech. Staateno (Berl. 1815), der «Grundriß der Kulturgeschichter (Königsb. 1847), (Bonifacius VIII. 5 (2 Bde., Königsb. 1852) und «Die Arbeiter und Kommunisten in Griechenland und Romo (Königsb. 1860) hervorzuheben.