Dschangel (unrichtig Dschungel, nach engl. Schreibart Jungle), ein von dem sanskrit. Worte Jangalo in die Volkssprache in Bengalen und von e3 in das Englische übergegangener Ausdruck zur ezeichnung von mit niedrigerm Gesträuch, Busch- und Schilfdickicht bestandenem Lande im Gegensatze zu dem eigentlichen Hochwald. D. finden sich häufig in Ostindien, namentlich am Fuße des Himalaja, in dem 30—45 km breiten Saume des Tarai, der von Assam westwärts bis zu der Dschamna, dem rechten Nebenflusse des Ganges, sich erstreckt. Das Land bildet hier eine weite, stellenweise sumpfige, mit undurchdringlichem Gestrüpp und Schilfdickicht, hohem Grase, Bambus, Buschwerk, baumartigen Schling- und Kletterpflanzen bedeckte Niederung. Dieselbe ist eine Region der Fieber, der wilden Tiere, namentlich der Tiger, Elefanten, Hirsche, wilden Schweine, Riesenschlangen u. a. m. Das lange Gras wird in der trockenen Jahreszeit niedergebrannt, um das Raubwild zu verscheuchen und das Vieh auf den neuen, sogleich aus der alten Grasung hervortretenden Sprossen zu weiden. Die Dschangelflora 910 vieles Eigentümliche, da der feuchte, warme Boden vielen, sonst nur in den heißesten Tropengegenden einheimischen Pflanzen üppiges Gedeihen ermöglicht. Auch die Fauna der D. zeigt gewisse Eigentümlichkeiten.