Dschamu (Jammu), auch Dschambu, Stadt in Kaschmir, unweit der Grenze des Pendschab, unter 32 44 nördl. Br. und 74 54 östl. L. (von Greenwich) in den südl. Vorbergen des Himalaja gelegen, an einem kleinen, sich in den Tschinab erbumzaht Flusse, 2500 müber der See, ist wohl geaut, zählt (1871) 41817 C. und besitzt einen Palast des Radscha und ein Fort, welche beide umfangreich und schön gebaut sind und aus der Ferne betrachtet einen angenehmen und imponierenden Eindruck machen. Das Fort erfüllt jedoch seinen Zweck nur sehr unvollkommen, da es durch die in der Nähe gelegenen Anhöhen beherrscht wird und daher gegen einen geregelten Angriff, namentlich von europ. Truppen, nicht gesichert ist. Auch ein sehr geräumiger, weckmäßig gebauter und reich versehener Bazar besfindet sich in D. In der Nähe der Stadt befinden sich zahlreiche, ausgedehnte Ruinen, welche zum Beweise des Wohlstandes und der Blüte von D. dienen können, zur Zeit, wo seine erblichen Radschas noch — durch die Sikhs von dort vertrieben waren.