FeedDuchenen
ReligionBrockhaus 1882

Duchenen, jüdisch-deutsche Bezeichnung für (Priestersegen sprechen ), kommt von dem talmudischen Duchan, dem Standort des Priesters beim Duhedue. im Tempel zu Jerusalem. uchesne (Andrée), im Lateinischen Chesnius (Andreas), Duchenius, Quercetanus, der Vater der Geschichte Frankreichs, wie man ihn genannt +* wurde zu Isle-Bouchard in Touraine im dai 1584 geboren und studierte zu Loudun und Paris. Von Jugend auf waren Geschichte und Geographie seine Lieblingsfächer. Er wurde königl. Geograph und unter dem Ministerium Richelieus, der ihm sehr .—— war, königl. Historiograph. D. starb 30. Mai 1640, indem er auf einer engen Straße von einem Karren gegen die Mauer gequetscht wurde. Wichtig ist besonders seine Sammlung der «Historiae Francorum scriptores coaetanei ab ipsius gentis origine ad Philippi IV. temporav (5 Bde., Par. 1636—49), die sein Sohn DAI n D. (geb. 1616, gest. ebenfalls als önigl. Historiograph 1693) vom dritten Bande an fortführte, und welche insbesondere deshalb geschätzt wird, weil sie vieles enthält, was man in Bouquets Sammlung vergebens sucht. Unter seinen übrigen zahlreichen Schriften, deren mehrere ebenfalls von seinem Sohne in neuen Auflagen herausgegeben wurden, verdienen Erwähnung: „Historiae Normannorum scriptores antiqui (Par. 1619), eine Sammlung, welche auf drei Bände berechnet war, von denen aber nur dieser eine erschienen ist; ferner die «Histoire généalogique de la maison de Montmorency et de Lavals (Par. 1624), die (Histoire généalogique de la maison de Vergis (Par. 1625), sowie Geschichtswerke über mehrere andere franz. Dynastengeschlechter. D. war ein sehr fleißiger dschriten mehr als hundert Folianten soll er in Handschriften hinterlassen haben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 611Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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