Dumersan (Theophile Marion), franz. Numismatiker und Vaudevilledichter, geb. im Schloß Castelnau bei Issoudun 4. Jan. 1780, wurde 1795 Adjunkt Millins, des Oberaufsehers des Münzkabinetts. In Gemeinschaft mit Mionnet begann D. eine neue Klassifizierung der Münzen nach Eckhels Grundsätzen. Im J. 1842 erhielt er den Titel als Konservator. Frühzeitig trat D. auch als Theaterdichter auf dem Gebiete des heitern Vaudeville auf. Von 1798 bis 1799 schrieb er 18 Stücke, worunter „Arlequin perruquier ou les tètes à la Tituso, „Sans prétentiono, L'ange et le diableo, ein damals mehr als hundertmal aufgeführtes fünfaktiges Drama, u. s. w. Bei seinen zum Teil witzsprühenden und an treffenden Beobachtungen reichen dramatischen Arbeiten bediente sich D. der Mitarbeiterschaft aller namhaften Vaudevilledichter seiner Zeit. Von seinen außerordentlich zahlreichen Stücken sind hervorzuheben: «M. Botte (1803), „Les Anglaises pour rires (1814), 4Jocrisse chef de brigandso (mit Merle, 1815), «Les bonnes d'enfantso (mit Brazier, 1820), (Madame Gibon et Madame Pocheto (mit Dartois, 1832), «Saltimbanqueso (mit Varin, 1838), sein Meisterwerk, u. s. w. Ferner veröffentlichte er: Notice des monuments exposés dans le cabinet des médailles et antiqueso (1819), Numismatique du voyage du jeune Anacharsis ou médailles des beaux temps de la Grèce (1818), Histoire du cabinet des médailleso (1838), Eloge historique de Pujeto; eine Sammlung von Chansons nationales et populaires de la France, nebst Anmerkungen und einer Uistoire de la chansono (1845); Romane, wie Le soldat-laboureuro (1822) und L'homme à deux téteso (1825) u. s. w. Er starb 13. April 1849 zu Paris.