Dünewald (Joh. Heinr., Graf), österr. General der Kavallerie, geb. um 1620 im Kurkölnischen, diente 1663 in dem Reichsheere gegen die Türken und trat in österr. Dienste, in denen er sich bei St. Gotthard auszeichnete. Im J. 1672 stand er am Rhein, that sich im Treffen bei Ensheim hervor, wurde aber bei Mühlheim gefangen und bald darauf ausgewechselt. D. deckte hiernach Montecuculis übergang über den Rhein und wurde 1675 in Anerkennung seiner Verdienste zum Reichsgrafen und General der Kavallerie ernannt. Als Wien von den Türken zum zweiten mal belagert wurde, verteidigte er Krems und schlug dort eine starke Heeresabteilung der Türken; am Entsatz der Hauptstadt nahm er ebenfalls thätigen Anteil und leitete nach dem Treffen bei Parkany die Verfolgung. Er führte sodann noch 1684 die schwäb. Hilfstruppen zur ersten Belagerung von Ofen, schlug 1686 bei der zweiten Belagerung dieser Festung, bei welcher er verwundet wurde, ein türk. Entsatzheer zurück und führte nach der Schlacht bei Mohäcs ein Korps gegen die bei Essek zurückgebliebene türk. Reserve, welche er nach Belgrad zurückdrängte. Hiernach eroberte D. ganz Slawonien und nahm alle dortigen Festungen. Im J. 1688 führte D. die Reiterei des Heers des Herzogs Karl von Lothringen und deckte die Belagerung von Belgrad; 1689 focht er am Rhein und entsetzte Heidelberg; 1690 kämpfte er wieder gegen die Türken und hatte großen Anteil am Siege bei Szlankamen, wurde jedoch nach Wien zurückberufen, da er beständig in Zwist mit dem Oberbefehlshaber war. Im Begriff, in Essek die Rückreise anzutreten, starb D. 31. Aug. 1691 am Schlagfluß oder durch Gift, was nicht völlig aufgeklärt ist.