Dünen sind öde, nackte, langgezogene Hügel oder zu mehrern parallel hintereinander liegende Hügelreihen, welche 10, 20, ja 60 m Höhe erreichen und dadurch entstehen, daß der Wind den während der Ebbe trocken gelegten Sand hügelartig zusammenfegt und vor sich her treibt. Infolge davon sind manche D. in einem beständigen Vorrücken in das Festland begriffen und im Stande, fruchtbare Gegenden, ja ganze Dörfer zu begraben. Durch Anpflanzungen ist es jedoch zum Teil gelungen, die D. zu begrenzen, zu verfestigen und nutzbar zu machen. Als natürliche Schutzwälle gegen das Vordringen des Meers sind sie für flache Seeküsten geradezu Existenzbedingungen und werden als solche gehegt und beschirmt. Vgl. Hartig, «Küber Bildung und Befestigung der D.y (Berl. 1831); Krause, «Der Dünenbau auf den Ostseeküsten » (Berl. 1850).