Dupre (Jules), franz. Landschaftsmaler, geb. in Nantes 1812, Sohn eines Porzellanfabrikanten, widmete sich anfangs der Beschäftigung seines Vaters, gab aber aus Liebe zur Kunst dieses Gewerbe auf und bildete sich zum Maler aus, meist durch Selbstudium. Mehrere im Salon 1831 von ihm ausgestellte Landschaften, in welchen er Motive aus seiner Heimat dargestellt hatte, fanden bereits Beisca und die später hinzukommenden Werke verschafften ihm einen angesehenen Platz unter den jüngern Landschaftsmalern, welche, abweichend von der idealisierenden Auffassung und Behandlung der ältern Schule, einfach eine an die Wirklichkeit sich anschließende und bloß durch Naturstudium geleitete Darstellungsweise befolgten. Kräftiges Kolorit, tiefes Naturgefühl, helle, sonnige Beleuchtung, Sicherheit des Vortrags, waren die Vorzüge seiner Gemälde. Dieselben mißfielen jedoch der akademischen Jury welche die von ihm zum Salon eingesandten Bilder zurückwies, sodaß er keine mehr hinschickte; nur gelegentlich in Privatausstellungen und bei der Weltausstellung 1867 sah man von ihm einige Landschaften. Auch lebt und arbeitet er seit langer Zeit nicht 12 in Paris, sondern in der Provinz. Die von D. am besten in ebenso an-Mottoe unt als anspruchsloser Weise ausgeführten otive sind der Picardie, dem Limousin, besonders aber der Normandie entlehnt. Die Landschaften + ersten Zeit haben entschiedene Vorzüge vor en spätern, worin das übertriebene mpasto die Durchsichtigkeit des Wassers und die larheit der Luft beeinträchtigt und systematisch braune oder gelbe Töne an den Bäumen vorherrschen. J. Laurens, A. Anastasi, Mouilleron, Francais u. a. lieferten Lithographien seiner Landschaften und D. selbst hat einige davon lithographiert.