Dupuis (Charles Frangois), ausgezeichneter franz. Gelehrter, geb. 16. Okt. 1742 zu Trie-Chäteau bei Chaumont, wurde schon 1766 Lehrer der Rhetorik am College zu Lisieur und geriet durch die Bekanntschaft mit Lalande, der ihn der Mathematik und Astronomie zuführte, auf den Gedanken die Mythen durch die Astronomie zu erklären. Nach mehrern Mitteilungen im Journal des savantso erschien von ihm das Mémoire sur Lorigine des constellations et sur Pexplication de la fable par Pastronomier (Var. 1781). Hierauf wurde er Pro-Wtn der Beredsamkeit am College de France, 1788 itglied der Akademie der Inschriften, bald darauf Mitglied der Kommission für den öffentlichen Unterricht. Wiewohl er sich von der Revolution fern Rar wurde er doch in den Konvent, dann in den at der Fünfhundert, nach dem 18. Brumaire in den Gesetzgebenden Körper gewählt. Als ausgezeichneter Lehrer ward er auch in das Nationalinstitut berufen. Sein großes Werk, das er aus Furcht vor dem Eifer der Klerikalen lange nicht zu veröffentlichen wagte, ward endlich auf Veranlassung des Klubs der Cordeliers gedruckt und erschien unter dem Titel «Origine de tous les cultes, ou religion universelles (12 Bde., Par. 1794, mit Atlas). Auf solche Weise wurde das rein wissen-Lalseben Buch zur Parteisache. Nicht minderes ufsehen erregten + Denkschriften über Ursprung und Verbreitung der Pelasger und den Tierkreis von Dendera. In seinem letzten Werke: Mémoire explicatif du zodiaque chronologique et mythologiquen (Par. 1806), suchte er die Einheit der astronom. und religiösen Mythen aller alten Völker I. beweisen. D. soll auch 1788 zuerst die Dieralben elegraphen erfunden und Chappe (s. d.) dieselben nur verbessert haben. Er starb auf seinem Landgute bei Dijon 29. Sept. 1809.