Cebes (grch. Kebes) von Theben, ein Schüler des Sokrates, den Plato im Phädono unter denjenigen erwähnt, die beim Hinscheiden des Sokrates zugegen waren. Er schrieb drei philos. Gespräche: Hebdomev, «Phrynichoso und Pinaxo (d. i. das Gemälde). Unter dem letztern Titel ist als Werk des C. eine Schrift auf uns gekommen, welche ein allegorisches Gemälde des menschlichen Lebens enthält, mit der Tendenz, nachzuweisen, daß nur die wahre Bildung und der damit verbundene Besitz der Tugend glückselig zweisel Die Echtheit der Schrift ist jedoch ohne Zweifel mit Recht bestritten worden; sie rührt wahrscheinlich von einem Stoiker leiches Namens aus Kyzikos her, der im 2. Jahrh. ebte. Von den bedeutendern Ausgaben sind die von Schweighäuser (Straßb. 1806), Korais Hubner men mit Arrians „Handbuche, Par. 1826), Dübner (zusammen mit den Schriften von Marcus Antoninus, Arrians epiktetischen Schriften u. a., Par. 1841) und Drosihn (Lpz. 1871), unter den Schulausgaben die von Thieme (2. Aufl. von Heindorf, Berl. 1810) und von Büchling (neu bearbeitet von Große, Meiß. 1813) hervorzuheben. Deutsche Übersetzungen lieferten Pfaff (Stuttg. 1827) und Conz (Stuttg. 1864). Vgl. Schaber, ellber das Gemälde des C.v (Konstanz 1862), Drosihn, Die Zeit des Pinaxo (Neustettin 1873.