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ErdkundeBrockhaus 1882

Dyme, im Altertum die westlichste unter den Städten der peloponnes. Landschaft Achaia, soll ursprünglich die Namen Paleia und Stratos geführt und erst später, wahrscheinlich nach ihrer Lage im äußersten Westen der Landschaft (Dyme duchij, Westen) den Namen D. erhalten haben. Nachdem es ihr etwa im J. 314 v. Chr. gelungen war, sich vom macedon. Joche zu befreien, ergriff sie im J. 281 mit drei andern Städten der westl. Achaia die Initiative zur Erneuerung des Achäischen Bundes und spielte dann in den Kämpfen desselben gegen die Atoler wie gegen die Römer eine bedeutende Rolle. Im J. 66 v. Chr. siedelte Pompejus einen Teil der von ihm überwundenen und begnadigten Piraten in der Stadt an. Augustus sandte eine röm. Kolonie dahin, vereinigte aber die Kolonie Julia Augusta Dumacorum mit dem Gebiete der gleichfalls von ihm kolonisierten Stadt Paträ (s. d.). Pausanias fand im 2. Jahrh. n. Chr. noch verschiedene Heiligtümer und Heroengräber aus der ältern Zeit in der Stadt vor. Jetzt sind nur noch geringe Reste erhalten bei einer Kapelle des heil. Konstantin östlich von dem in einer öden, zum Teil versumpften Niederung zwischen Wäldern gelegenen Gehöft Karavostäsion, 12 km südöstlich vom Kap Araxos.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 687Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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