Dyherrn (Georg, Freiherr von), lyrischer Dichter, geb. 1. Jan. 1848 zu Glogau, studierte zu Breslau erst evang. Theologie, später die Rechte, und widmete sich dann der Litteratur, begab sich, eines Brustleidens wegen, 1868 zu seinem Bruder nach Rotenburg in der Oberlausitz, lebte drei Winter bei einem väterlichen Freunde, dem Grafen Reichenba 105 Polnisch-Würbitz, dann auf seinem Stammschlo Herzogswaldau in Schlesien, den Winter in Süddeutschland oder in Italien. Am 1. Jan. 1875 trat er zu Oberammergau zur röm.⸗kath. Kirche über. Nach längerm Leiden starb er 29. Sept. 1878 in Rotenburg, als Bräutigam der Dichterin Eufemia Gräfin von Ballestrem. Er veröffentlichte: In stiller Stund. Dichtungeno (Berl. 1870), „Dem Kaisersohn ein Lorbeerblatt. Zeitgedichter (Bresl. 1872), Miniaturen. Lieder zum Komponiereno (Bresl. 1873). Nach seinem Tode erschienen: «Auf hoher Flut. Gedichte (Bresl. 1880), „Bilder und Skizzen aus Oberammergau und dem bayr. Hochlander (Freib. i. Br. 1881), ferner die Novellensammlungen «Aus der Gesellschafto und „Höhen und Tiefeno (Freib. i. Br. 1881), Aus klarem Born. Gedichter (Freib. i.Br. 1882). Seine „Gesammelten Werkes erschienen in Freib. i. Br. (5 Bde., 1879—82).