Ebermannstadt, Städtchen im bayr. Regierungsbezirk Oberfranken, an der Wiesent und am Ausgang des Trubbachthals, mit 727 meist kath. E., ist Sitz eines Bezirksamts und Amtsgerichts. E. war schon im 10. Jahrh. Hauptort eines zum St. Peterstift in Aschaffenburg gehörigen großen Besitztums, später Eigentum der Reichsherren von Schlüsselberg, hierauf der Bischöfe von Bamberg, zuerst im Mitbesitz mit dem würzburger Bischof, dann ausschließlich. Kaiser Ludwig der Bayer verlieh 1323 dem Orte Stadtgerechtigkeit und gleiche Rechte wie Nürnberg. Im J. 1525 hatten die aufrührerischen Bauern ihr Lager hier, 1633 schlug Johann von Werth bei E. die Schweden, 1796 brannten die Franzosen unter Jourdan 30 Gebäude nieder. Bei E. beginnt die sog. Fränkische Schweiz.