FeedEckardt (Friedr.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Eckardt (Friedr.), Dichter, geb. 18. Okt. 1759 zu gerlin, erhielt seine Bildung teils in seiner Vatertadt, teils in Klosterbergen bei Magdeburg. Er dar für den geistlichen Stand bestimmt, ging aber mter das Militär und diente erst bei den Preußen, ann bei den Österreichern. E. machte als Soldat den Bayrischen Erbfolgekrieg unter Loudon mit und am nach dem Kriege in Garnison nach Wien. Hier chrieb er mehrere Dramen: „Die Schwägero, ein Trauerspiel; ⸗Wer wird sie kriegend, ein Lustspiel; Die Abgebranntenv, ein Schauspiel, die von der Hoftheaterdirektion 1780 83 mit den von ihr ausjesetzten Preisen gekrönt wurden. Im J. 1785 hegab sich C. als Theaterdichter nach Riga, ließ sich äber 1787 schon als Archivar bei der livländischen Houvernementsregierung anstellen. E. lebte als Beamter und vielseitiger Schriftsteller hochgeachtet n Riga, als zwei unglückliche Nachrichten, die er zu leicher Zeit erhielt, ihn zum Selbstmorde bewogen und er sich am 22. Febr. (6. März) 1806 in der Düna ertränkte. Vgl. Aug. von Kotzebue, «Hinterlassene Papiere eines Unglücklichen (Lpz. 1808) und Grave, Machlese aus C.s Gedichten (Riga 1810).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 725Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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