FeedEichenschälwald
PflanzenreichBrockhaus 1882

Eichenschälwald, eine besondere Art des Niederwaldbetriebes, zum Zwecke der Erziehung der als Gerbmaterial so wichtigen Eichenjungholzrinde. Da mit dem Aufreißen der Rinde älterer Bäume dieselbe an Qualität verliert, wählt man nur einen etwa 12⸗ bis 20⸗, selten 25jährigen Umtrieb, welcher die gute, glatte sogenannte Spiegelrinde liefert. Der E. gehört in ein mildes Klima; wo der Wein noch leidlich wächst, wird die Qualität der Rinde am besten. Trotz vielfacher Bemühungen hat die Eichenrinde in der Gerberei noch keinen genügenden Ersatz durch andere Gerbstoffe gefunden, 48. Nch nicht zur Herstellung guten Sohlenleders. Na ungefährer Schätzung konsumiert Deutschland jährlich etwa 8 ½ Mill. Ctr. Eichenrinde und produziert auf ungefähr 450000 ha Schälwald nur 2½ — 3 Mill. Ctr. Von den deutschen Eichenarten werden im Schälwald nur Stiel⸗ und Trauben-Eichen genutzt, letzterer gibt man den Vorzug. Vgl. Bern⸗

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 803Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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