Eiger, ein Hochgipfel der Berneralpen, der Kalkzone IuCentralmn welche den Nordrand der krystallinischen Centralmasse des Finsteraarhorns umsäumt, erhebt sich südlich vom Grindelwaldthal als schroffer Felskegel mit blinkender Firnspitze zu 3975 m Höhe. Der Gipfel wird von drei in einen Punkt Rorden und: Sidon Graten gebildet, stürzt nach Norden und Südosten in steilen Wänden ab und trägt nur im Südwesten und Nordosten jäh abschüssige Firnfelder. Vor die Centralkette nördlich vorspringend, mit einer fast 2000 m hohen Felswand schroff und unmittelbar in die grünen Weiden der Vorberge abfallend, bietet der C. in scharfem Kontrast zugleich den Blick auf die großartige, einsame Firnenwelt und auf die bewachsenen und belebten Vorberge und Thäler. Seine Besteigung, zuerst 1858 von Harrington ausgeführt, wird gewöhnlich über den von der Kleinen Scheideck (s. Scheideck) ansteigenden Grat bewerkstelligt. Über den südlich dan Mönch sich hinziehenden Grat führt das gefährliche Eigerjoch (3617 m), von Leslie Stephen, W. und G. Matthews 7. Aug. 1859 zuerst überschritten. An den Nordfuß des E. lehnt sich bei der Kleinen Scheidegg (2069 m) die teils felsige, teils bewächsene Kette, welche die Thäler von Lauterbrunnen und Grindelwald scheidet und im Tschuggen (2523 m) gipfelt. Vgl. Aeby und von Fellenberg, »Das Hochgebirge von Grindelwald » (Kobl. 1865).