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Sport & SpielBrockhaus 1882

Eilbeck, Vorort im Geestlande des hamburgischen Landgebiets, an der Eilbeck, welche sich in die Alster ergießt, mit Hamburg durch eine Pferdebahn verbunden, zählt (1880) 7716 E., hat eine Eisengießerei und eine Färberei, sowie viele große Blumengärtnereien. Elendurg, Stadt im Kreise Delitzsch des Reileithyia, s. Ilythya. gierungsbezirks Merseburg in der preuß. Provinz Sachsen, an der Halle-Sorau-Gubener Eisenbahn, welche hier nach Leipzig abzweigt, 23 Em im SO. von Delitzsch, in 96 m Höhe, etwa zu zwei Drittteilen auf einer von der Mulde gebildeten Insel gelegen, ist Sitz eines Amtsgerichts, hat drei Kirchen und ein Realprogymnasium und zählt (1880) 10654 E. Die Stadt hat Fabriken für Chemitalien, Tuch, Kattun, Piqué, Cigarren und landwirtschaftliche Maschinen, zwei Eisengießereien, Dampfschneidereien, Mühlen, Bierbrauereien und Kunstgärtnereien. In der Nähe liegt die Eisengießerei Erwinhof. — E. hat seinen Namen von dem auf der Abendseite der Stadt gelegenen Schlosse erhalten, welches unter dem Namen Ilburg schon unter Heinrich I. als wichtiger Grenzpunkt gegen die Sorben und Wenden und als Sitz der Grafen von Ilburg (ietzt Grafen von Eulenburg) genannt wird. Später kam es an die Grafen von Wettin, von diesen an die Markgrafen von Meißen. Unter Konrad und Otto dem Reichen erhielt E. die ersten Mauern. Durch Verpfändung kam die Burg 1370 an Böhmen, dessen König Wenzel sie dem böhm. Edelmann Andreas von der Duba zu Lehn gab. In einem hierdurch entstandenen Kriege wurde die Burg am 24. Juni 1386 von Bischof Heinrich von Merseburg, der Ansprüche auf den Besitz machte, erobert und zerstört. E. kam 1396 durch Kauf an die Markgrafen von Meißen und blieb in sächs. Besitz, bis es 1815 an Preußen fiel.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 819Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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