Einhornhöhle und Steinkirche heißen die beiden Tropfsteinhöhlen am südl. Rande des Harzes, 20 Minuten entfernt von der Ruine Scharzfels, unfern der Kaltwasseranstalt zu Lauterberg, das 6 Em von der Eisenbahnstation Scharzfeld liegt. In ersterer sieht man an der Felswand, noch lesbar, angeschrieben Friedrich Schiller 17925, weshalb sie 10. Nov. 1859 mit dem Namen Schillerhöhle belegt worden ist. Die zweite diente vordem als Gotteshaus. Beide liegen im Buchenwalde versteckt, sind aber, als dem Zechsteingebiet angehörig, in keiner Weise mit den Höhlen im übergangsgebirge bei Rübeland im Nordharz zu vergleichen. Die erstere ist indes nicht unergiebig in Knochen vorweltlicher Säugetiere, z. B. auch des Höhlenlöwen, Höhlenbären, der Fischotter u. s. w. gewesen.