Altenstein, Lustschloß des Herzogs von Sachsen-Meiningen, auf felsiger Höhe am südwestl. Abhange des Thüringer Waldes, mit schönem Park, in der Nähe des Bades Liebenstein, 19 km südöstlich von Eisenach gelegen. Das jetzige Schloß wurde 1739 auf und neben den Trümmern der alten, 1733 abgebrannten Burg erbaut, welche Eigentum des 1722 ausgestorbenen Geschlechts der Hundt von Wenkheim war. Zu A. und zu Altenberga im Fürstentum Gotha predigte 724—727 Bonifaz, der Apostel der Deutschen, welcher auch hier eine Kapelle erbaut haben soll. Unweit des Schlosses ließ Kurfürst Friedrich der Weise 4. Mai 1521 Luther, um ihn zu retten, auffangen und nach der Wartburg bringen. Das Andenken an die Stelle, wo Luther unter einer Buche ausruhte und sich an einer Quelle labte, wurde durch die Namen Luls 18. Juli 1841 ein heftiger Sturm die Buche knickte, brachte man die überreste in die Kirche zu Steinbach; den denkwürdigen Platz bezeichnet seit 1857 ein einfaches got. Denkmal. Zwischen A. und Liebenstein, bei Glücksbrunn, wurde 1799 die 180 m lange Altensteiner oder Glücksbrunner Höhle im alten Flötzkalkstein lKlocho aufgeschlossen. Sie enthielt zwar fossile Knochen des Höhlenbären, aber keine Stalaktitenbildung; dagegen ist sie merkwürdig durch ihre ungeheuern Weitungen und ein durchrauschendes Wasser, das beim Austreten zu Tage eine aher treibt.