Crotonchloralhydrat oder Butylchloral-Pinner CIH,CI0 I. O entsteht nach Kramer und inner durch Einwirkung von Chlor auf Acetaldehyd. Zur Mäßigung der Einwirkung ist es erforderlich den Aldehyd anfangs stark abzukühlen, erst gegen Ende der Operation, wenn die Absory⸗⸗ tion des Chlors träge wird, unterstützt man die Reaktion durch Erwärmen im Wasserbade. Nach vierundzwanzigstündigem Einleiten des Chlors hat man eine braune, aus zwei Schichten bestehende Flüssigkeit, die man der fraktionierten Destillation unterwirft und den B 163 und 165 C. überehenden Anteil isoliert. Dieser besteht aus reinem wöhnliches Ch Letzteres vereint sich, ebenso wie gewöhnliches Chloral (s. d.) außerordentlich lei t mit Wasser zu einem festen Hydrat, welches sich aus Wasser umkrystallisieren und mit Wasserdämpfen destillieren läßt. Das C. bildet, nach dem Umkrystallisieren aus Wasser, dünne, blendendweiße, seideglänzende Krystallblättchen, die hartnäckig etwas Wasser zurückhalten. Es schmilzt bei 78⁶, ist in kaltem Wasser schwer, in heißem ziemlich leicht löslich, außerordentlich leicht löslich in Alkohol, aus dem es unverändert krystallisiert. Das C. wirkt auf den Organismus auf gleiche Weise wie Chloral und hat aus diesem Grunde Verwendung in der Heilkunde gefunden.