Eisenoxydhydrat, unlösliches, kommt sehr verbreitet in der Natur vor, mit verschiedenen Wassergehalten, als Gelbeisenstein und Brauneisenstein, Limonit und Pyrrhosiderit, brauner Glaskopf, ferner als Beimengung in Thonen, Lehmen, in jeder Ackerkrume, in der Umbra, entsteht als Rost, wenn E. feuchter Luft ausgesetzt war. Das normale Eisender Deutschen Pharmakopöe erster Auflage) erhält man als rotbraunen, voluminösen Niederschlag beim Versetzen einer Lösung eines Eisenoxydsalzes mit Ammoniak bis zur alkalischen Reaktion; nach dem Waschen und Trocknen bei mäßiger Wärme bildet es ein lockeres rotbraunes Pulver, welches bei dauerndem Erwärmen schon bei 100 C. Wasser abgibt und bei etwas stärkerer Erhitzung in wasserfreies Oxyd übergeht. Das Hydrat ist leicht in Säure löslich. Das Eisenoxydhydrat ist das wirksamste Gegenmittel bei Arsenvergiftungen (Antidotum arsenici oder Liquor ferri hydrico oxydati der Pharmakopöe). (S. u. Arsenikvergiftung.)