Eisenhoit(Anton), ausgezeichneter Goldschmied, geb. zu Warburg in Westfalen 1554, gest. nach 1603, war früher nur als unbedeutender Kupferstecher bekannt, bis ihn die Ausstellung westfäl. Altertümer zu Münster 1879 als ausgezeichneten Goldschener erkennen ließ. Auf dieser Ausstellung erschienen aus dem Besitze des Grafen Fürstenberg-Herdringen zu Herdringen sechs Uirchliche Silbergegenstände, welche den Namen jenes Künstlers tragen und durch die Meisterschaft der Arbeit allgemeine Aufmerksamkeit erregten. Sie sind nachweisbar für den Fürstbischof von Paderborn, Theodor von Fürstenberg, gearbeitet worden (gewählt 1585, gest. 1618). Eins der Werke, ein Kelch, gibt die Jahreszahl 1588. In ihrem künstlerischen Charatter tragen namentlich die figürlichen Verzierungen in starkem Maße die Züge der späten, der Barocke anheimgefallenen Renaissance. Damit mischen sich aber, wie es in der kirchlichen Kunst nicht selten ist, noch spätgot. Reminiscenzen, so bei dem erwähnten Kelch. Als Kupferstecher arbeitete E. in seiner Jugendzeit zu Rom an der Metallotheca des Michael Mercati zwischen 1576 und 1585. Nachgewiesen sind bis jetzt im ganzen 52 Kupferstiche, darunter Porträts, allegorische Darstellungen u. s. w. Die „Silberarbeitenos E.s gab J. Lessing (14 Taf. in Lichtdruck; 2. Aufl., Berl. 1880) heraus.