FeedEisenlohr (Wilh.)
NaturlehreBrockhaus 1882

Eisenlohr (Wilh.), Physiker, geb. 1. Jan. 1799 zu Pforzheim, besuchte das Pädagogium zu Durlach und das Lyceum zu Karlsruhe und widmete sich seit 1817 zu Heidelberg mathem. und naturwissenschaftlichen Studien. Bereits 1819 ward er als Professor der Mathematik und Physik am Lyceum zu Mannheim angestellt und 1840 übernahm er die Professur der Physik am Polytechnischen Institut zu Karlsruhe. Besondere Verdienste hat sich E. um das Gewerbeschulwesen in Baden erworben, indem er daselbst die erste Gewerbeschule (zu Mannheim) begründete und alle übrigen einrichten und bis 1863 leiten half. Auch brachte er 1847 —49 im Auftrage der Regierung im Schwarzwalde eine Uhrmacherschule zu Stande. In der Wissenschaft hat sich E. durch wertvolle optische Untersuchungen (3z.B. „Die Wellenlänge der brechbarsten Lichstrahlenv, in Voggendorffs «Annaleno, Jahrg. 1856) und ein geschätztes und sehr verbreitetes Lehrbuch der Physiky (Mannh. 1836; 11. Aufl., von Zech, 1876) einen geachteten Namen erworben. Er trat 1865 in den Ruhestand und starb 10. Juli 1872 zu Karlsruhe.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 909Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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