FeedEisenlohr (Jak. Friedr.)
BaukunstBrockhaus 1882

Eisenlohr (Jak. Friedr.), verdienter Architekt, eb. 23. Nov. 1805 zu Lörrach, erhielt seine künsterische Bildung erst zu Karlsruhe in der Bauschule Weinbrenners, dann 1828—29 in Italien, wurde 1832 Lehrer, 1839 Professor an der Bauschule des Polytechnischen Instituts zu Karlsruhe, deren Leitung er im Frühjahr 1853 mit dem Titel eines Baurats erhielt, und starb 27. Febr. 1854. Unter den von ihm entworfenen und ausgeführten Bauwerken sind hervorzuheben: sämtliche Bahnhöfe und andere Hochbauten längs der Badischen Eisenbahn, die Restaurationen des ortenberger Schlosses und der evang. Stadtkirche zu Lahr, die Trinkhalle zu Badenweiler. Als Schriftsteller ist er bekannt durch Die Ornamentik in ihrer Anwendung auf verschiedene Baugewerker (fortgesetzt von Lang, Heft 1—24, Karlsr. 1849—67), WMittelalterliche Bauwerke im südwestl. Deutschland und am Rhein » (Heft 1—5, Karlsr. 1853—57), (Ausgeführte oder zur Ausführung bestimmte Entwürfe von Gebäuden verschiedener Gattunge (Heft 1—17, Karlsr. 1852 — 59), «Holzbauten des Schwarzwaldeso (Karlsr. 1853 fg.) und „Bauverzierungen in Holz zum praktischen Gebrauche v (2. Aufl., 12 Hefte, Karlsr. 1868 — 70).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 909Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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