FeedElaeagnus L.
PflanzenreichBrockhaus 1882

Elaeagnus L., Olweide, eine Gehölzgattung, welche nebst einigen andern die Familie der Elaeagnaceae bildet. Im Linneschen Pflanzensystem ist sie in die Letrandria Monogynia eingereiht. Ihre nicht sehr zahlreichen Arten sind teils zwitterdlütig, teils halbgetrennten Geschlechts. hr glockenförmiges Perigon ist kelchartig, gelb und hat einen manchen zu starken Wohlgeruch. Ihre Blätter sind, wie bei allen Gliedern der Familie, mit sternförmigen, glashellen Schuppen bedeckt. Hierdurch erhalten sie ein silberglänzendes Ansehen, das ihnen für die Kontrastwirkung im Parkgehölz einen gewissen Wert verleiht. Man hat diese Sträucher, welche bisweilen einen kleinen Baum darstellen, Olweiden genannt, weil die kleinen Früchte in etwas den Oliven, die Blätter aber denen der Weiden gleichen. Sie sind in Südeuropa, Asien und Nordamerika zu Hause. Am häufigsten trifft man in den Gärten E. angustifolia L. (E. hortensis Böst.), deren Blatt der Weidenform am nächsten kommt, mit einer Kulturform (E. orientalis Del.), welche größere, eßbare Früchte trägt. E. argentea Fursh., der amerik. Silberbaum, besitzt braune, in der Jugend mit bronzefarbigen Schuppen besetzte Zweige und elliptische, auf beiden Seiten silberweiße, unten mit rotbraunen Schuppen besetzte Blätter. Die Olweiden gedeihen in jedem Boden, vorzugsweise aber in trockenem, sandigem Lehmboden in sonniger Lage, und lassen sich mit Leichtigkeit durch Ausläufer, Ableger und Stecklinge vermehren.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 931Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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