Telnmon, m., frz. télamon, engl. telamone, griech. reHπμαν, Träger, männliche Bildfälule, ein Gebäll oder andere Last tragend; s. d. Art. Atlant. jothek Heidelberg OFC Telegraph, m., srz. télégraphe, m., engl. telegrap Die Telegraphie ist ein so umfassender Zweig der Techt daß auf ihre Lehren und Grundsätze einzugehen hier Raum fehlt. Es kann nur das erwähnt werden, was be liches Interesse hat. Man theilt die T.en ein in: a) optisc Die ältesten derselben waren die Feuerzeichen, die, v Hügeln, Thürmen etc. aus gegeben, schon im Alterthe vorkommen, auch im Mittelalter eine große Rolle spielt bei den Mauren in Spanien wohl organisirt waren. Die folgten die Stangen mit beweglichen Armen, dann auf⸗ und abziehbaren, sonsthin beweglichen Laternen u andere semaphorische Zeichen, die bei vielen Eisenbahr jetzt noch in Gang sind; auch die elektrischen Ten gehör hierher, sofern sie durch Ziffern sichtbare Zeichen geb b) Die Lauttelegraphen. Die ersten Anfänge hierzu war Muscheln und Hornsignale, denen Glockensignale folgt Zu diesen gehören die elektrischen, elektromagnetischen pneumatischen Klingeltelegraphen, die ja neuerdings a im Haus geradezu unentbehrlich geworden sind, oder Telehhone, welche soeben beginnen, eine Rolle auch Haus zu spielen. Die Leitungen, sowohl für elektrif Den als für Telephone, sollen thunlichst von der großen Nähe, jedenfalls vor unmittelbarer Berührung mit Eisentheilen, besonders aber mit Blitzableitern, ebenso aber vor Feuchtigkeit gehütet werden. Es ist zwar viel gebräuchlich, die Telegraphenleitungen unter die Tapete zu legen und dann durch diese zu verbergen, dies kann aber nicht angerathen werden, da bei eintretender Stockung des Fungirens unter der Tapete die schadhafte Stelle der Leitung sehr schwer zu finden, auch die Reparatur nicht ohne Verletzung der Tapete ausführbar sein wird. Nuch vermeide man das Herumführen der Leitungsdrähte um sehr scharfe Ecken, lege sie auch nicht gerade über Gasflammen etc. Erklärungen über Maschinen, Leitungen etc. würden außerhalb der Aufgabe dieses Lexikons liegen, s. auch Art Eisenbahn. Telegraphensatian, k., enthalte ein Expeditionszimmer, unmittelbar daneben, blos durch einen Glasverschlag getrennt, den Raum zu Aufstellung der Maschine und die Schlafkammern der diensthabenden Beamten. Telesabaum, m. (Pittosporum bicolor Hook., Fam. Pittosporeae), ein Baum auf Van-Diemensland, der gutes Nutzholz liefert. Vellenon, Krahn der alten Griechen. Teller, m., Cellerbeleuchtung, k., etc., s. d. Art. Leuchter, Licht, Gasbeleuchtung etc. Tellernapitäl, u., in der englischen Frühgothik, bes. in deren schottischer Abzweigung, hat glockenförmi! Hals u. einen aus mehreren Rundstüben bestehenden kre förmigen, also tellerähnlichen Abakus, f. Fig. 3315. Tellur, m., frz. tellure, m., lat. tellurium, ein Met auch Zylvan gen., ist filberweiß, glänzend, spröde, schm leichter als Antimon, schwerer als Blei, spez. Gew. = 6 gediegen kommt es in der Natur nur in sehr geringer Me vor mit etwas Tellureisen und Gold gemengt, außerd aber in verschiedenen Lellurerzen: a) Tellursilber ) Tel wismuth, 60 Wismuth, 36 T., 4 Schwefel; o) Tell silberblei; d) Tellursilbergold oder Schrifttellur. Es hält: T. 51,, Gold 24,,„ Silber 11,4, Blei 1,0 Spuren von Kupfer, Eisen, Antimon, Schwefel u. Arse e) Tellurblei, s. Blättertellur. Tembesubaum, m., Cembusa, f. (Fagraes peregr BI., Fam. Loganiaceae), s. Eisenholz 3. Temenos, m., griech. ehevoe, heiliges Gebiet, heil Hain; s. unter d. Art. Tempel. Temoin, m., frz., s. d. Art. Mäßkegel, Dame, Blindloch etc. Dempel, m., frz. temple, m. engl. temple, lat. t. ph. plum, griech. vade, vecoe. Das Wort templum, gr. resEVE, nik, bedeutet eigentlich den durch den Augur mit seinem Stab der am Himmel bezeichneten Kreis, doch auch Gipfel, Spitze, au⸗ daher Dachpfette, Warte, Auslugpunkt, später auch Bühche. nengerüst, erhöhter Platz für die Auguren, Berathungsvon platz, Gemeindeversammlungsplatz, heilige Einhegung, sum heiliger Hain, heiliger See. In dieser Beziehung war ten, templum also gleichbedeutend mit kanum, delubrum, esen sacellum. In der Kunst haben sich alle diese Begriffe so die konzentrirt, daß T. eben so viel als gottesdienstliches Ge- und bäude bedeutet, während im Munde des Volkes hier und nen da einzelne jener Begriffe, des heiligenden Beibegriffes ren entkleidet, den Namen T. beibehalten haben, z. B. Geben. meindeplatz, Dorfteich, Gitterlatte re. Auch sagt man noch ren hier und da tempeln für anhäufen, aufstapeln, Tempel für ten. Haufen, Erhöhung. und I. Ueber die Tempelanlagen der nicht klassischen Baunuch stile s. d. Art. ägyptischer Stil, indischer Baustil, Aztekisch, die Peruanisch, Toltekisch, Chinesisch, Japanisch, Keltisch, im Phönikisch, Ifraelitisch, Pelasgisch, Etruskisch etc. sche II. Ueber die T. der Griechen, bes. in Bezug auf ihre igen Charakteristit, s. Einiges in d. Art. griechischer Baustil. eis-Wie dort erwähnt, sianden die T. in der Regel auf einem Stufenunterbau (Krepidom, griech. prldeo, oder Stetall, reobat), in einem heiligen Hain od. einem sonstigen, durch nilzt eine Mauer (Peribolos) abgegrenzten Terrain Temenos), 6,24; zugänglich durch Probyläen (s. d.). Auf der platten Oberenge fläche des Stereobats, dem durch Platten gebildeten Stydem lobat, erhebt sich der T. in der Regel als Rechteck, an den Uur-schmalen Seiten mit Giebeln; am Ostgiebel führt der Einlur⸗ gang durch die Vorhalle (Prongos) in die Cella (Naos, ent-Sekos), an deren Hinterwand in den Weihtempeln das und Götterbild unter einem Baldachin (aedicula) stand, zu enik, beiden Seiten die Weihgeschenke an den Langwänden, vor dem Bild der Rauchaltar und Opfertische, auf denen man rina die Weihgeschenke niederlegte. Das Weihbecken stand im Pronaos. Bei größeren Tempelanlagen liegt hinter der liger Cella noch ein Opisthodomos (Hinterhaus, Schatzkammer); bei den eigentlichen Kulttempeln ist am Ende der Cella noch zape, eine besondere Abtheilung (Abaton, Adyton, sanctuarium, penetrale) für das Bilb der Gottheit angebracht. em- Die Beleuchtung der Cella geschah entweder blos durch die Thüre und Seitenfenster (Beweis der Sibyllentempel in Tivoli), dann hieß der T. ein Kleithros, oder sie geschah von oben durch eine Lichtöffnung, das Opeion; war dieses groß, so wurde der T. zum Hypäthros (s. d.). Manche T. hatten auch noch ein Postieum, d. h. eine Halle an der Rückseite. Nach der Bestimmung könnte man unterscheiden: a) Kulttempel, zum gewöhnlichen Gottesdienst, der vom Laien vor dem T. an dem im Temenos stehenden Brandopferaltar verrichtet wurde, während blos Einzelne, Fig. 3316. nungen, sondern auch