Eleutheröpolis (d. i. Freistadto) wurde von den Römern eine ungefähr auf halbem Wege zwichen Jerusalem und Gaza gelegene Stadt Paläinas genannt, welche vom 4. bis 6. Jahrh. als ein bedeutender Bischofssitz erscheint, 796 von den Sarazenen zerstört, 1134 von den Franken wieder aufgebaut und durch eine gewaltige Feste vor den Cina llen der Mohammedaner gesichert wurde; heute trägt das Dorf, welches noch massive Ruinen einer mächtigen Stadt und die Überreste einer starken röm. Festung zeigt, seinen alten, seit dem 8. Jahrh. wieder aufgekommenen Namen Betogabris, Beit Dschibrin, d. i. „Riesenheimv, und ist deshalb vielleicht mit dem altphilistäischen Gath C. d.), der Heimat des Riesen Goliath und seiner Brüder, identisch. Unweit E. wurde seit dem 4. Jahrh. auch der Simsonsquell gezeigt, welcher aus dem Eselskinnbacken entsprungen sei, mit dem Simson 1000 Philistäer erschlagen haben soll. E erus, röm. Bischof von 174 oder 175 bis 189, war ein eifriger Gegner der kleinasiat. Montanisten (s. d.), denen er die Kirchengemeinschaft aufkündigte. An ihn war der Brief der Gemeinden in Lyon und Vienne gerichtet, in welchen dieselben von der über sie hereingebrochenen Verfolgung berichten. Im Namen derselben gallischen „Bekennero legte der Kirchenlehrer Irenäus (s. d.) bei E. Fürsprache für die Kleinasiaten ein.