Elevatoren (frz. Elévateurs, engl. elevators), zu der Klasse der Paternosterwerke (s. d.) gehörende Hebeapparate, welche in Mühlen, Brennereien, Getreidespeichern u. s. w. zur Förderung von Kleinmaterialien auf mittlere Höhen dienen. Die irin gefäße derselben sind meist becher⸗ oder kübelartig gestaltet, wonach die Maschine auch Becher- oder Kübelwerk genannt wird, und werden auf endlosen Seilen, Riemen oder Ketten in gleichen Zwischenräumen aSebn um mit diesen über zwei Trommeln oder Scheiben geführt zu werden. Die Antriebswelle wird von Hand- oder durch Elementarkraft in Umdrehung versetzt; die getriebene Welle ruht —2 in verstellbaren .—75 um die Streckung der die Kraft übertragenden Seile u. s. w. unschädlich zu machen. Je nach der größern oder geringern Teilbarkeit des zu fördernden Materials ist die JForm der Becher oder Kübel verschieden. Ein zur Förderung feinkörniger Materialien, besonders des Getreides, bestimmter C., der daher als Getreide⸗-Elevator bezeichnet wird, ist in nachstehender Fig. 1 senkrecht gestellt abgebildet. Das hölzerne Gehäuse g läuft an der einen Seite seines untern Teils beistt derart trichterförmig aus, daß das hier durch eine Transportschnecke 8 Banfutt r Material von den auf dem Leder⸗ oder Hanfgurt r befestigten, dem einfallenden Getreide entgegen sich bewegenden Bechern b aufgenommen wird, um zu bestimmter Höhe (3. B. in Mühlen zu einer in der obern Etage aufgestellten Reinigun Smaschine oder vom Transportschiff auf eine im Magazin befindliche Wage und von dieser in die obern Speicherräume) gehoben zu werden. Ein Becher nach dem andern entleert sich, nachdem er die obere Scheibe assiert, worauf das Material in den schräg hinabs Ausguß e fällt, von welchem aus daselbe durch eine Schlotte oder durch eine Transortschnecke direkt an den Ort der Verwendung geschafft werden kann. Der Antrieb des E. erfolgt durch Transmission von einer außerhalb des Gehäuses auf der Welle der obern Gurtscheibe sitzenden Riemenscheibe aus; diese Welle ist in der Längenrichtung des E. mittels einer Stellschraube verschiebbar, sodaß dem Bechergurt stets die richtige Spannung erteilt werden kann. Für Materialien von bestimmtem Volumen, wie Zuckerrüben, Kartoffeln u. s. w., erhalten die Becher größere Verhältnisse und eine zweckentsprechende Form. 4* Ein vertikaler Rüben-Elevator ist in beistehender Fig. 2 gezeigt. Der mit E bezeichnete lastung des untern Lagers. Ein Gehäuse um den C. anzubringen ist ben unstatthaft, da durch etwa überstehende oder herausfallende Rüben u. s. w. ein schädliches Klemmen eintreten würde. Der Antrieb erfolgt von oben mittels Riemenscheibe und einfachen Rädervorgeleges, letzteres, weil diese E. mit nur geringer Geschwindigkeit arbeiten. Wo es die örtlichen Verhältnisse erfordern, können die E. mit oder ohne Gehäuse auch in schräger Aufstellung zur Verwendung kommen. Sowohl die senkrechten als namentlich auch die schräg liegenden E. finden ferner in entsprechender Anordnung eine weitgehende Anwendung als Pirunt (. d.), wobei die mit den Kettengliedern verbundenen Gefäße zum Abstechen der Bodenmasse bestimmt sind. Bedingt es die Natur der durch den E. zu hebenden Gegenstände, daß dieselben während des Transports nicht die horizontale Lage verlassen dürfen, wie dies bei ungetrockneten künstlichen Steinen u. s. w. der Fall ist, so werden die Ketten als langgliederige Gelenkketten ausgeführt und an denselben für die Aufnahme des Materials horizontale Platten derart schwebend aufgehängt, daß ihr Schwerpunkt in jeder Stellung, also auch beim überschreiten der obern oder untern Kettenscheibe, stets senkrecht unter ihren Aufhängepunkt zu liegen kommt (Stein-Elevatoren).