Elfric (Elfric), der Schüler Edelwolds. Früher glaubte man, E. habe zu Nork gelebt (Wharton in Anglia Sacra, I) oder er sei Erzbischof von Canterbury gewesen (Rowei Moresi de Alfrico, Dorobernensi Episcopov, Lond. 1789, ebenso Wright in der Biographia Literarian). Doch Dietrich wies unwiderleglich nach, daß Aelfricus Grammaticus Abt von Ensham war und auch als solcher sein Leben beschloß (ogl. Zeitschrift für die histor. Theologies, herausg. von Niedner, Jahrg. 1855 und 1856). Dietrich stellte über E.s Leben fest: E. wurde in der Münsterschule zu Winchester unter Wdelwold erzogen, gelangte bald zu einem gewissen Ansehen unter den Mönchen und wurde zu manchen Sendungen, besonders auch zur Abfassung von Traktaten, aufgefordert. Im J. 1005 wurde er Abt des Klosters Ensham in der Grafschaft Orford. Sein Tod fällt zwischen 1015 -20. Er war ein außerordentlich fleißiger Schriftsteller, Dietrich weist ihm an 25 größere Werke und kleinere Abhandlungen zu. Davon sind zu erwähnen: Momiliae catholicaer (2Bde., herausg. von B. Thorpe, Lond. 1844), «Heiligenleben» (herausg. von W. Skeat, Tl. 1, Lond. 1871), übersetzung des Heptateuch, d. . der fünf Bücher Mosis, des Buches Josua und des der Richter, die Geschichte Hiobs, Abhandlung über das Alte und Neue Testament (letztere zuerst herausg. von Will. L'Isle, Lond. 1623; die andern Schriften von Ed. Thwaites, Orford 1698; alles zusammen von Grein in der „Bibliothek der angelsächs. Prosav, Bd. 1, Kass. u. Gött. 1872), ferner eine latein. und angelsächs. elossierte Grammatik (zuerst gedruckt 1659 von Somner in dessen Dictionarium Saxonico-Latinum-Anglicumo, Oxford; neuerdings von Zupitza, Tl. 1, Berl. 1880), eine übersetzung von Basilius' (Hexameronv und dessen Admonitio ad filium spiritualemo (herausg. von Norman, 2. Aufl., Lond. 1849), von Bedas De Temporibuso (herausg. von Wright in Popular Treatises on Science und von Cockayne in Leechdoms, Worteunning and Starcraft of Early Englando).