Eligius, Bischof von Noyon, geb. ums J. 588 zu Chatelat bei Limoges, stammte aus röm., altchristl. Familie, erlernte bei dem Münzmeister Abbo zu Limoges die Goldschmiedekunst, ging 610 nach Paris und wurde Hausgenosse des königl. Schatzmeisters Lobbo. Durch seine Kunstfertigkeit gewann er großen Einfluß auf König Chlothar II. und besonders auf dessen Sohn und Nachfolger Dagobert J. (seit 628). Er baute Kirchen, begründete zahlreiche Klöster, sorgte für die Armen und steuerte manchem übelstand. Wider seinen Willen wurde er von Chlodwig II. 641, obgleich noch Laie, zum Bischof von Noyon ernannt. Auch in diesem Amte war er mit Eifer bemüht, unter den zum Teil nur äußerlich bekehrten Franken den Einfluß der christl. Religion und Kirche zu kräftigen und die im Norden seines Sprengels wohnenden heidnischen Flandrer, Friesen und Sueven für dieselbe zu gewinnen. Nach Chlodwigs Tod erhielt er wieder die frühere Vertrauensstellung am Hofe und damit den weitgehenden Einfluß auf die Gallikanische Kirche. Er starb 1. Dez. 659 und wurde seiner glänzenden Tugenden wegen heilig gesprochen.