FeedElision
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Elision (lat.) oder Ekthlipsis (grch.) heißt in der Grammatik die Abwerfung eines gewöhnlich kurzen Vokals am Ende eines Wortes, wenn das nächste Wort wieder mit einem Vokal beginnt. Die C. dient dazu, den Hiatus (s. d.) zu vermeiden. Zur Bezeichnung derselben gebraucht man den Apostroph, z. B. ghab' icho, statt ehabe icho. E. kamen und kommen bei den meisten Völkern in der gewöhnlichen Umgangssprache viel häufiger vor, als die Schriftsprache ahnen läßt, in der man die in der Umgangssprache 6i Den Altent Endvokale beider Aeret flegt. Bei den Alten spielt die E. in der boeaen eine bedeutende Rolle, doch bleibt dieselbe äußerlich meistens unbezeichnet, z. B. in dem Hexameter Atque alios legere, ad fastum quoscunque parentes lies atqu' alios leger', ad ete.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 61Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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