FeedElsholtz (Franz von)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Elsholtz (Franz von), Lustspieldichter, geb. 1. Okt. 1791 zu Berlin, erhielt seine Schulbildung auf dem Grauen Kloster daselbst. Nachdem er als Freiwilliger die Feldzüge seit 1813 mitgemacht, wurde er Regierungssekretär in Köln, wo er die (Wanderungen durch Köln und dessen Umgegend v (Köln 1820) und anonym die Schrift „Der neue Achilles, histor. Skizze aus dem Befreiungskampfe der Griecheno (Köln 1821) erscheinen ließ. Hierauf unternahm er Reisen nach England, Holland und durch Deutschland, 1823 nach Italien, von wo er nach zweijährigem Aufenthalt wieder nach seiner Vaterstadt urückkehrte. Inzwischen hatte sein dramatisches Stück Komm her!y CE.' Namen bekannt gemacht und die Veranlassung gegeben, daß er 1827 zur Organisation und Leitung des Hoftheaters nach Gotha berufen wurde, welches Amt er 1830 niederlegte. Er ließ sich nun in München nieder und wurde 1837 Geschäftsträger der herzogl. sächs. Familie daselbst; seit 1851 lebte er meist auf seinem Landhause bei Tegernsee. Er starb 22. Jan. 1872 u München. Der ersten Ausgabe seiner Schauspiele »(Stuttg. 1830) ließ er eine zweite sehr vermehrte folgen (2 Bde., Lpz. 1835; Bd. 3, Lpz. 1854). Außerdem schrieb er «Ansichten und Umrisse aus der Reisemappe zweier Freunde v (2 Bde., Berl. 1830), die komischen Opern Der Doppelprozeßo und Tony der Schützo, «Polit. Novelleno (Berl. 1838), (Veteranenlieder (Lpz. 1865) u. s. w. Sein Lustspiel «Die Hofdamey (1825) brachte ihn in Briefwechsel mit Goethe.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 82Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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