Lobenstein, Stadt im r. . Reuß jüngerer Linie, bis 1824 Residenz der fürstl. Linie Reuß-L., liegt 472 m hoch in waldiger und romantischer Gebirgsgegend im Thale der Lemnitz und Ko el, um einen in der Mitte des Thalkessels sich erhebenden Berg mit den Ruinen der alten Burg L. Die Stadt ist Sitz eines Amtsgerichts im frühern fürstl. Schlosse und zählt (1880) 2865 E., welche meist Ackerbau und Bierbrauerei treiben. Seit 1868 ist der Ort ein sowohl seiner Badeeinrichtung als auch der reinen Gebirgs⸗ und Waldluft, sowie der geschätzten und klimatisch günstigen Lage halber viel besuchter Kurort und Sommerfrische geworden. Die neue, 1869 gefundene Stahlquelle ist sehr stark eisenhaltig und wird zu Bade⸗ und Trinkkuren benutzt. Besonders hat die Anstalt Ruf durch ihre Moorbäder in verschiedenen Temperaturen (29 bis 34 R.). Außer der ebenfalls gut eingerichteten Kaltwasserheilanstalt sind noch als Kurmittel vorhanden: Fichtenbäder, trockene warme Sandbäder, Fichtendampfbäder, Fichtendampfinhalationen, pneumatische Apparate, Eisensolbäder, Milchkur. Der ehemalige fürstl. Schloßpark dient ietzt als Kurgarten, an welchem das 68 mlange Bade⸗ und Kurhaus mit großem Kursaal liegt.