Emetin, eine organische Base, welche die brechenerregende Wirkung der Ipecacuanhawurzel bedingt. Das C. wurde von Pelletier und Magendie 1817 entdeckt, aber noch nicht rein erhalten. Es ist seitdem von mehrern Forschern bearbeitet, aber die Zahlen, welche seine Zusammensetzung ausdrücken, zeigen bislang so wenig Übereinstimmung, daß es nicht Iphnt, Hier eine Formel desselben zu geben. olt Darstellung lösen Lefort und Wurtz das alkoholische Extrakt der Wurzel in möglichst wenig Wasser, versetzen die Flüssigkeit mit einer gesättigten Lösung von salpetersaurem Kali, wobei sich schwer lösliches salpetersaures E. abscheidet. Dies wird mit wenig Wasser gewaschen, in heißem Alkohol gelöst, die Flüssigkeit mit Kalkmilch versetzt und auf dem Wasserbade zur Trockne die ahe Der Rückstand wird mit Ather extrahiert, die ä rische Lösung verdampft und die dabei verbleibende Masse mit sehr verdünnter Schwefelsäure aufgenommen. Aus dieser Lösung fällt das E. auf Zusatz von Ammoniak als amorphes Pulver nieder, welches auf einem Filter gesammelt, mit wenig Wasser gewaschen und bei niedriger Temperatur getrocknet wird. Das E. ist kaum in Wasser, sehr leicht dagegen in Alkohol und in Chloroform löslich, in Ather schwer löslich. Mit Säuren bildet es leicht lösliche, aber nicht krystallisierende Salze. An der Luft wird es unter Färbung verändert. Es findet sich am reichlichsten, bis zu 16 Proz., in der Rinde der Wurzel, während die Gesamtwurzel nur etwa 1 Proz. enthält. Wenngleich nicht offizinell, so wird das E. doch mitunter als Brechmittel in Dosen von 0,1 g verordnet.