Empfänglichkeit oder Rezeptivität, auch Erregbarkeit genannt, im Gegensatze zur Spontaneität (s. d.), besteht darin, daß eine Kraft durch die Einwirkung einer andern zu einer gewissen Thätigkeit veranlaßt wird. Auch dem menschlichen Geiste legt man diese Eigenschaft bei, inwiefern er nicht selbstthätig wirkt, sondern durch äußere Eindrücke zur Thätigkeit bestimmt wird.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 109Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei