Endermatische Methode, die örtliche Anwendung von Arzneimitteln auf die von der Oberhaut entblößte Haut, zuerst (1802) von Bally in San-Domingo, dann in ausgedehnterm Maße von Lembert und Lesieur (1826) versucht und bald darauf allgemein in die Praxis eingeführt, bestand im wesentlichen darin, daß die Oberhaut durch ein Blasenpflaster zu einer Blase erhoben, diese erössnet und mit einer Schere abgetragen und nun das betreffende Arzneimittel auf die entblößte Hautstelle in Pulverform aufgestreut oder in Lösung aufgepinselt wurde. Auf diese Weise gelangen die angewandten Arzneistoffe durch Vermittelung der Lymphgefäße der Haut leicht in die Blut- und Säftemasse und können so leicht ihre Allgemeinwirkung auf den Oranismus entfalten, und zwar tritt die letztere durchchnittlich nach 10—20 Minuten auf. Am häufigsten wurden die narkotischen Heilmittel (Opium, Morphium, Belladonna) endermatisch benutzt. In neuerer Zeit ist jedoch die endermatische Methode gänzlich außer Gebrauch gekommen und durch die weit vollkommenere hypodermatische Methode oder die subkutanen Injektionen (s. d.) ersetzt worden, die Wirtung. der Schnelligkeit und Sicherheit ihrer irkung, der Möglichkeit einer Enundz Dosierung, eit für den Kranken nichts zu wünschen übrig lassen. udettieren (frz.), in Schulden stürzen, mit