FeedEngelgroschen
GeschichteBrockhaus 1882

Engelgroschen (Schreckenberger) nennt man eine alte sächs. Silhermünze, welche zuerst unter Kurfürst Friedrich dem Weisen 1498 und dann von den sächs. Fürsten Ernestinischer und Albertinischer Linie bis in das 17. Jahrh. geprägt wurde. Fren Namen führt sie teils von dem darauf geprägten Engel, welcher das Kurschild vor sich hält, teils von den w1492 am Schreckenberge bei Annaberg eröffneten höchst ausgiebigen Silbergruben, die eben die Veranlassung zu ihrer Prägung gaben. Es gingen 56 Stück auf die rauhe Mark, und das Silber war anfangs 14lötig, wurde aber späterhin 13lötig. Man schlug auch doppelte E. mit demselben Gepräge. ů

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 136Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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