Engerth (Eduard, Ritter von), Historienmaler, geb. 13. Mai 1818 zu Pleß in Preußisch-Schlesien, besuchte die wiener Akademie und trat zuerst mit den Gemälden: Haman und Esther, Ladislaus und Akus und Kaiser Rudolfs I. Kaiserkrönung an die Offentlichkeit. Den Kaiserpreis errang seine 1845 entstandene Komposition: Josephs Traumdeutung. Zwei Nom. später reiste E. als kaiserl. Pensionär nach Rom, wo seine Episode aus der Sintflut vollendet wurde. Noch während des ital. Aufenthalts malte er 1853 das große, jetzt in der Galerie des Belvedere befindliche Bild: Manfreds Angehörige nach der Schlacht bei Benevent, kehrte 1854 nach Osterreich zurück und übernahm die Direktion der prager Akademie. Bald darauf erhielt E. den Auftrag, die Mehrzahl der Fresken der altlerchenselder Kirche in Wien zu malen, eine Arbeit, welche ihn sechs Jahre lang beschäftigte; gleichzeitig fertigte er Altarbilder und Porträts, darunter die des Kaisers und der Kaiserin. Nachdem E. 1865 Prosessor der Historienmalerei an der wiener Akademie geworden war, schuf er das große Bild: Prinz Eugen nach der Schlacht bei Zenta, * im königl. Schloß zu Ofen, ferner den für den Kaisersaal und die Kaisertreppe im wiener Opernhause bestimmten Cyklus aus Mozarts «„Hochzeit des Figaros und der Orpheusfabel, sodann die Krönung Franz Josephs zum König von Ungarn in einem großen, figurenreichen Gemälde (gestochen durch Doby in Wien 1883). Im J. 1871 wurde E. Direktor der Belvederegalerie und 1874 auch zum Rektor der Akademie der bildenden Künste gewählt. Im J. 1877 entstand sein Gemälde: Tod der Eurydice.