FeedEnggistein
ErdkundeBrockhaus 1882

Enggistein, Bad im Bezirk Konolfingen des schweiz. Kantons Bern, liegt 703 m über dem Meere, 11 km östlich von Bern im freundlichen wald⸗ und wiesenreichen Thale der Worblen und besitzt eine erdige Eisenquelle, die seit dem 14. Jahrh. namentlich bei Blutarmut, Krankheiten des Verdauungsapparates, gichtischen und rheumatischen Leiden mit Erfolg angewendet wird. Eine ähnliche Quelle hat auch das kaum 1 km nördlich von E. (736 müber dem Meere), auf aussichtsrei her Bergterrasse gelegene Rütihubelbad. Beide Kurorte sind einfach und gut gehalten und werden häufig von Er olungsbedürstigen als Sommerfrische benutzt. Inghe), Stadt in der belg. Provinz Hennegau, Arrondissement Soignies, 13 km nördlich von diesem Orte, nahe an der zur Dendre gehenden Mareg und an der Kreuzung der Linien Brussel-Hal-Ath-Lille und Gent-Braine-le-Comte der Belgischen Staatsbahn, mit 3815 E. E. hat ein Schloß des Herzogs von Arenberg mit prächtigem Park, fabriiert Teppiche, Spitzen (Point de Pariso), Wollsoffe Essig, Hüte, treibt Färberei u. s. w. ö Eughien (les Bains), Dorf und Badeort im franz. Depart. Seine-Oise, Arrondissement Pontoise, 12 km —1 von Paris, an einem 1 km langen und 500 m breiten, von pariser Spaziergängern vielbesuchten See und an der Nordbahn, ist eine der elegantesten pariser Sommerfrischen. In E. entspringen fünf kalte schweflige Kalkquellen von 10—14 C., zu deren Gebrauch ein von einem Park umgebenes Etablissement eingerichtet ist. Es hat eine moderne Kirche, zahlreiche Hotels und ist von Villen umgeben. Vgl. Touzé, TNotice historique sur les eaux d'E.„ (1876).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 141Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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