Ensiform (lat.), schwertförmig. ö Eusisheim, Stadt und Kantonshauptort im Kreise Gebweiler, Landgerichtsbezirk Colmar des elsaß-lothring. Bezirks Oberelsaß, 25 km südlich von Colmar, 8 km im Osten von der Station Bollweiler der Eisenbahn Straßburg-Basel, an der Straße von Colmar nach Basel und an dem aus der Ill abgeleiteten Kanal Quatelbach, hat Fabriken für Schlossereiwaren, Baumwoll⸗ und Leinengewebe, eine Kokosmatten⸗ und eine Goldleisten⸗ und Politurleistenfabrik, (1880) 3206 E. (davon 383 Evangelische und 45 Juden), ist Sitz eines Amtsgerichts, hat eine 1614 erbaute frühere Jesuitenschule, welche 1774 in ein Armenhaus für die ganze 6 zana-Clsaß, 1794 in ein Militärspital und ein Gefängnis für Verdächtiger, endlich durch kaiserl. Dekret vom 23. Febr. 1811 in eine Centralgefängnisanstalt umgewandelt wurde, in deren Räumen früher ungefähr 1200 Personen, gegenwärtig durchschnittlich 800 zu Zuchthaus-oder mehrjähriger Gefängnisstrafe verurteilte Männer untergebracht sind. C. hat interessante Profanbauten aus dem 15. und 16. Jahrh., meist im Renaissancestil, namentlich beachtenswert ist das stattliche Rathaus mit schönem Erker und das Gasthaus Zur Krone. Im Rathaussaale zu E. befindet sich ein 7. Nov. 1492 gefallener, anfänglich 130 kg, trotz vieler Abstückelungen gegenwärtig noch 50 kg schwerer Meteorstein. — C. wird urkundlich zuerst 768 erwähnt, ward 1421 Sitz der österr. Regierung für das Oberelsaß und den Breisgau und, nachdem es durch den Westfälischen Frieden an Frankreich gekommen war, 1657—74 Sitz des Conseil souverain d'Alsace. E. ist der Heimatsort des berühmten Dichters, des Jesuiten Jakob Balde (geb. daselbst 1604, gest. 1668 in Nürnberg). Am 28. Okt. 1444 kam hier ein Friedensschluß zwischen Frankreich und der Schwei zu Stande; 4. Okt. 1674 fand bei E. eine uuentihie dene Schlacht zwischen Kaiserlichen und Franzosen tatt. — Der Kanton Ensisheim, der größte des irks, zählt 17 Gemeinden mit (1880) 15205 C. auf 264,06 qkm. Euslin (Theod. Christian Friedr.), deutscher Verlagsbuchhändler, geb. 13. Nov. 1787 in Klein-Sulz bei Ansbach, erlernte den Buchhandel bei Löflund in Stuttgart, war dann in Leipzig und Göttingen thätig und errichtete 1817 eine Buch-Vertaggn in Berlin, die er — 10 Jahren auf die erlagsthätigkeit beschränkte. Die von ihm herausgegebenen wissenschaftlichen Bücherkataloge fanden wohlverdiente Anerkennung und erlebten größtenteils mehrere Auflagen, deren Bearbeitung später Eis Zögling, Wilhelm Engelmann (s. d.) in Leipzig, udernahm. Außerdem umfaßte sein Verlag vorzugsweise Werke aus dem Gebiete der Medizin und Chirurgie (Rust, Blasius, Dieffenbach, Hecker u. a.). Seit 1834 war E. en Duch Vorsteher des Börsenvereins der deutschen Buchhändler und bei dem Bau der Buchhändlerbörse in Leipzig thätig; auch erwarb er sich besondere Verdienste um die Feststellung der litterarischen Rechtsverhältnisse in Deutschland. E. starb 22. Mai 1851. Nach seinem Tode übernahm sein ältester Sohn, Adolf E., geb. 1. Febr. 1826, das Geschäft, nachdem er kurz vorher ein Sortimentsgeschäft in Berlin begründet hatte, Seine sorgfältige buchhändlerische Ausbildung, die er in Koblenz, Pest und Leipzig erhalten hatte, befähigte ihn, beide Geschäfte in hervorragender Weise zu leiten. Er erweiterte den übernommenen Verlag vorzugsweise durch pädagogische Schriften, wie die Werke von Ludw. Erk und Friedr. Fröbel. E. ward 1873 zum Vorsteher des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler gewählt und bekleidete diese Stellung, in welcher er vielfach Gelegenheit fand, die Interessen des Buchhandels zu vertreten, mit einjähriger Unterbrechung bis kurz vor seinem 25. Juni 1882 erfolgten Tode; auch hat er als Mitglied des königl. preuß. Litterarischen Sachverständigenvereins für den Schutz des Urheberrechts gewirkt. usche hl. mystischer Name, womit die kabbalistische sis orch. das göttliche Wesen bezeichnet.