Entfärben, technische Operation, welche die Entfernung vorhandener Bieuhen bezweckt. Gewebe werden durch das Bleichen (s. d.) entfärbt. Flüssigkeiten entfärbt man durch Behandeln derselben mit Knochenkohle, welche die Eigenschaft hat, Farbstoffe zu absorbieren. Hiervon macht man den umfänglichsten Gebrauch in der Zuckerfabrikation (s. d.). Saure Flüssigkeiten, die durch ihren Säuregehalt lösend auf die Kalksalze der Knochenkohle wirken und durch diese verunreinigt werden würden, behandelt man mit Knochenkohle, welche vor⸗ —* mit Salzsäure extrahiert und gewaschen ist. egen seiner Eigenschaft, mit den meisten Farbstoffen unlösliche Verbindungen einzugehen, läßt sich Thonerdehydrat vielfach als Entfarbungsmittel verwenden. Bleiessig dient zum Entfärben des Rübensaftes bei der analytischen Untersuchung desselben, da er den Farbstoff als unlösliche Bleiverbindung abscheidet. In manchen Fällen kann man durch Einleiten von schwefliger Säure entfärben. Eutfernungsmesser, s. Distanzmesser. graisser, engl. scouring-machine), in der Wollspinnerei eine Maschine entweder zur Reinigung der rohen Wolle von den derselben anhaftenden Fettteilen oder zum Auspressen des Ols mit rßorde die Wolle, um ihr die für die Bearbeitung erforderliche Geschmeidigkeit zu geben, getränkt (gefettet)/ worden ist. (S. Kammgarn⸗ und Krappmachine unter Appretur, Bd. I, S. 7845.)