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NaturlehreBau-Lexikon 1881

Glutinant, m., frz., s. Bindemittel. Glyfserin, n., Oelsüß, n., frz. glycérine, f., wesentlicher Bestandtheil aller natürlichen Fette. Bei der Verseifung der Fette erhält man es als eine ölige, in reinem Zustand farb⸗ und geruchlose Flüssigkeit, die in Wasser und Weingeist in allen Verhältnissen löslich, dagegen in Aether unlöslich ist. Wegen seiner physikalischen Eigenschaften, zufolge deren das G. in der Mitte zwischen fetten u. wässerigen Flüssigkeiten steht, findet es manchfaltige Auwendung. So wird es bes. zum Geschmeidigmachen von Maschinentreibriemen verwendet. Es verträgt starke Kälte, ohne zu gefrieren, und wird daher in neuerer Zeit zum Füllen der Gaszähler angewendet; auch dient es wegen seiner ölartigen und doch nicht eigentlich fettigen Beschaffenheit zu Bereitung der moist-colours.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 481Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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