Erek, der Held einer Ritterdichtung, welche nach breton. Quelle zuerst Chrétien de Troies (s. d.) in franz. Versen, und nach dessen Werken bald nach 1190 Hartmann von Aue (s. d.) deutsch bearbeitete. E. erwirbt die schöne Enite im Turnier und vermählt sicmil ihr, werliegty sich aber in unthätigem Leben. Durch ein Selbstgespräch Enitens, die darüber trauert, zum Bewußtsein erwacht, zieht er, von Enite begleitet, auf Abenteuer aus, verbietet ihr aber, mit ihm zu sprechen, ein Verbot, das sie immer übertritt, wo sie ihn vor Gefahren zu warnen hat, wofür sie jedesmal von ihm hart gescholten wird. Endlich siegt ihre Treue über seinen Zorn; E. tritt nach vielen Abenteuern seines Vaters Reich an, das er in Frieden und Glück beherrscht. Der französische E. wurde von J. Bekker (Zeitschrift für deutsches Altertumv, Bd. 10, Berl. 1855), der deutsche von Haupt (Lpz. 1839, 2. Aufl. 1871) und von Bech (Lpz. 1867; 2. Aufl. 1870) herausgegeben.