Erucasäure oder Brassinsäure C. H2 02 kommt im fetten Ol der Senfsamen, auch im Rüböl als Glycerid (s. d.) vor. Sie gehört der Olsäurereihe an. Man erhält sie, indem fettes Senföl mit Bleiglätte verseift und die entstehende Bleiseife mit kaltem 0f. erschöpft wird, worin sich die fremden Bleisalze lösen, während erucasaures Blei zurückbleibt. Dies wird mit verdünnter Schwefelsäure gekocht, wobei die C. als ölige, beim Erkalten erstarrende Schicht an die Oberfläche steigt. Die fest gewordene Masse wird von der Flüssigkeit getrennt, mit Wasser abgewaschen und aus Alkohol umkrystallisiert, wobei man sie in weißen, glänzenden, bei 34 C. schmelzenden Nadeln, die in Wasser unlöslich, aber in Alkohol und Ather löslich sind, erhält. Sie ist nicht unzersetzt destillierbar, bei längerm Erwärmen auf 100 wird sie unter Braunfärbung verändert. Bei Einwirkung von salpetriger Säure wird sie in die ihr isomere Erucadinsäure verwandelt, sie verhält sich daher in dieser Hinsicht ebenso wie die Olsäure zur Elaidinsäure (s. d.). „Erudieren (lat., centrohenb»), bilden, unterrichten; erudit, unterrichtet, gelehrt; Erudition, gelehrte Bildung, Gelehrsamkeit.