Elaidinsäure (16II3402, isomer der Olsäure, entsteht bei Einwirkung von salpetriger Säure auf Olsäure, oder beim Verseifen von Elaidin. Sie schmilzt bei 44 — 45 C., läßt sich im Strome von überhitztem Wasserdampf destillieren und krystallisiert aus alkoholischen Lösungen in glänzenden Blättchen. Behandelt man sie mit überschüssiger salpetriger Säure, so verwandelt sie sich in eine zähflüssige Substanz, welche die Eigenschaft besitzt, Olsäure in E.überzuführen. Bei 65e C. absorbiert sie Sauerstoff; sie vereint sich mit Basen u Salzen, die Alkalisalze krystallisieren aus alkoholischer Lösung, die Erd⸗ und Metallsalze sind unlöslich. Beim Schmelzen mit Kalihydrat entweicht Wasserstoff und es entsteht essigsaures und palmitinsaures Kali.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 931Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei