FeedEschscholtz-Bai
ErdkundeBrockhaus 1882

Eschscholtz-Bai, eine tiefe Bucht an der Südostseite des Kotzebue-Sundes im Beringsmeer, an der Küste des amerik. Territoriums Alaska. Die E. wird von der Chamisso-Insel und der Choris-Halbinsel begrenzt. Das Land um die Bai hat fruchtbare Erde und ist mit Gras bedeckt; aber tiefer darunter liegen zahlreiche Mammutknochen. Der russ. Seefahrer von Kotzebue entdeckte die Bai 8. Aug. 1816 und benannte sie nach seinem Schiffsarzte Professor Dr. Eschscholtz (s. d.), welcher hier einen großen Gletscher aufgefunden hatte, der sich O,6 m unterhalb der Grasdecke lagerte und an einem Absturze an der Küste eine Mächtigkeit von 30 m zeigte; in seinem Eise lagen die genannten Knochen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 351Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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