FeedEselsbrücken
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Eselsbrücken nennt man Hilfsmittel zum Verständnis eines fremden, besonders eines alten Schriftstellers, welche den Zweck haben, dem Lernenden das eigene Nachdenken zu ersparen, und somit auf dessen Faulheit und Trägheit berechnet sind. Der Ausdruck soll durch Joh. Buridan (. d.) aufgekommen sein, der, unter Bezugnahme auf sein sprichwörtlich gewordenes Beispiel vom Esel, spöttisch Kasinus Buridanus o genannt wurde und dessen Schrift super summulaso zuerst die Bezeichnung Kasini pons » (d. i. Eselsbrücke) erhielt. ford en.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 356Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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