FeedEssigsäure
NaturlehreBrockhaus 1882

Essigsäure bildet es ähnliche Verbindungen wie das Kalium-Acetat. 9) Quecksilber-Acetat, essigsaures Quecksilber. Sowohl das Quecksilberoxydul wie das Oxyd gehen Verbindungen mit Essigsäure ein. Das Quecksilberoxydul⸗-Acetat f Hg. (C. HS, O.) entsteht als weißer, aus Krystallschuppen bestehender Niederschlag beim Vermischen von Lösungen von salpetersaurem Quecksilberoxy-H! dul und essigsaurem Natron, ist in 133 Teilen kaltem Wasser löslich, zersetzt sich beim Kochen mit Wasser unter Ausscheidung von Metall. Quecksilberoxyd-Acetat, durch Lösen von Quecksilberoxyd in Essigsäure zu erhalten, krystallisiert in vierseitigen Tafeln, löst sich im gleichen Gewicht l siedendem, in 4 Teilen kaltem Wasser und gibt bei dauerndem Kochen Säure ab. Das trockene Salz läßt sich bei vorsichtigem Erhitzen schmelzen, ohne Säure zu verlieren. 10) Silber-Acetat, essigsaures Silber Ag C½ H, O, entsteht als weißer krystallinischer Nie⸗⸗ derschlag beim Vermischen von Lösungen von Silbernitrat und essigsaurem Natron, löslich in 100 Teilen Wasser. 11) Zink-Acetat, essigsaures Zink, Zincum aceticum, Zn (C. Ha Oz)2, bildet sich beim Neutralisieren von Essigsäure mit Zinkoxyd oder kohlensaurem Zink. Nach dem Verdampfen der Lösung, welches bei welldas niedriger Temperatur zu geschehen hat, weil das Salz beim Sieden etwas Essigsäure verliert, scheidet es sich in weißen, perlmutterhule Wahtn sechsseitigen Tafeln ab, welche 3 Moleüle Wasser enthalten. Beim Erhitzen auf 100 verlieren die Krystalle zunächst 2 Moleküle Wasser, der Rest entweicht erst bei längerm Erwärmen; bei stärkerm Erhitzen sublimiert saures Salz, während zugleich ein Teil in Aceton und Kohlensäure verwandelt wird.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 378Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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